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Köln, 17.01.2019

Kölner Karneval

Immisitzung feiert Premiere

Die Kölner Immisitzung startet in ihre zehnte Session – und nimmt mit Sketchen, Songs und Stand-ups die Weltlage humoristisch auseinander.

Mosem Baktash hat es aus dem Syrienkrieg bis nach Köln geschafft, aber in der Asylbehörde erwartet ihn eine ganz besondere Prüfung: Laufstegcoach Bruce Darnell ist in die Jury eingerückt. Und der interessiert sich vor allem für den perfekten Auftritt. „Du wirkst noch nicht authentisch!“, mäkelt der König des Catwalks. Auch ein Gesangsvortrag kann ihn nicht überzeugen. „Ja Mosem, du hast zwar einen knackigen Arsch, aber damit bekommst du in Deutschland auch kein Asyl."

Castingshow in der Asylbehörde – damit treibt die Immisitzung 2019 die Absurdität mehrerer Fälle auf die Spitze, bei denen Ämter homosexuelle Asylbewerber abgelehnt haben, obwohl ihnen in ihrem Heimatland Verfolgung droht – in einem Fall mit der Begründung: „Weder Ihr Gang, Ihr Gehabe und Ihre Bekleidung haben auch nur annähernd darauf hingedeutet, dass Sie homosexuell sein könnten.“

Mit gewohnt bissiger Satire auf Politik, Promis und Probleme des Alltags ist Kölns internationalste Karnevalssitzung bei ihrer Premiere am Donnerstag in ihre zehnte Session gestartet. Bis zum Karnevalsdienstag nimmt die Show im Bürgerhaus Stellwerk in der Kölner Südstadt an 23 Terminen das Weltgeschehen auseinander – mit einem einzigartigem Mix aus Multikulti-Satire, Karnevals-Laune und einer Live-Band, die Musikhits aus aller Welt spielt.

Samba de Fascismo

Immis, so nennen die Kölner alle, die zugereist sind. Und um deren Erlebnisse geht es auf der Immisitzung. Die Themen: Kulturelle Vielfalt, Köln und Karneval. Das Programm: Geballte drei Stunden Sketche, Songs und Stand-up-Comedy. Die Schauspieler und Musiker: Eine bunte Truppe mit familiären Verbindungen zu einem Dutzend verschiedenen Ländern, von den USA bis in die Türkei. Mit brasilianischem Temperament führt wieder Präsidentin Myriam Chebabi durch das Programm, auch bekannt als die„brasilianische Jungfrau, ImmiMymmi die Erste“.

Dabei kommt beispielsweise heraus: Der Himmel ist nicht etwa voller Jungfrauen – sondern voller Säuglinge, die auf ihre Wiedergeburt warten. Bei der Immisitzung tauschen Sie ihre Erfahrungen mit dem irdischen Leben aus. In der Südstadt auf die Welt gekommen? Achtung, juckende Jutewindeln! Als Mädchen in Indien geboren? Geht nicht lange gut. Aber seinen Platz in der Welt kann sich kein Baby aussuchen.

Wie überhaupt die Welt aktuell wie aus den Fugen geraten scheint: „Terror in der Luft“, singt Immi-Ensemblemitglied Alice Eßer als Friedensengel verkleidet, „die Welt ist ein einziges Beben.“ Um kurz darauf in der Rolle einer Rechtsradikalen aus allen Wolken zu fallen, als sich herausstellt, dass Ihr Dackel Brauni gar nicht reinrassig ist.

Auch mit der neuen rechtskonservativen Regierung in Brasilien rechnen die Immis ab: Zu einer beängstigend einpeitschenden Version des Partyhits „Samba de Janeiro“ marschieren zwei Sprecher der Regierung Bolsonaro auf uns skandieren die Parolen des neuen Staatschefs: „Der Fehler der Diktatur war, nur zu foltern und nicht zu töten“. So klingt er, der Samba de Fascismo.

Rocky Horror Immi Show

Auch einige Fragen des Alltags wollen auf der Bühne geklärt werden: Was geschieht, wenn die Integrationsbeauftragte von Nordrhein-Westfalen zum interkulturellen Abendessen einlädt und gefüllte Lammhoden serviert bekommt? Oder wenn daheim Iris, die künstliche Intelligenz, das ganze Haus steuert und außer Kontrolle gerät? Oder wenn die progressive Psychotherapeutin ihre Sitzung per Videochat abhält, aber die Verbindung im lahmen deutschen Datennetz immer wieder abbricht?

In einer Slapstick-Nummer, die ohne Worte auskommt, erleben Myriam Chebabi und Guido Sterzl ein Rendezvous mit Hindernissen: Inmitten der Party-Meute einer Südstadtkneipe versuchen sie, sich zu finden, werden aber vom feiertrunkenen Partyvolk immer wieder überraschend auseinander gebracht.

Zu Wort kommen auch die letzten Fledermäuse aus dem Hambacher Forst, die den Baustopp zwecks Artenschutz erflattern. Eine Meerjungfrau, die sich vor Köln im Plastik im Rhein verheddert hat und nun bei der Lorelei anruft, damit sie sie befreien möge. Und die beiden Immisitzungs-Puppen, der Dicke und der Franzose, die sich auslassen über die Umtauschprämie für Diesel, die Zeitumstellung und Handys, die Gedanken lesen.

Musikalisch tritt die Live-Band der Immisitzung eine Weltreise durch die Popmusik an. Der musikalische Leiter Martin Morgenstern hat mehr als 20 Songs eigens für die Sitzung arrangiert. Mit Instrumenten wie der Arabischen Laute (Oud), Bass Balalaika und Geige setzen die Musiker dieses Jahr einen ganz eigenen Sound - viel Akustik, viel Weltmusik.

Geboten werden unter anderem eine Coverversion von Never Enough (Loren Allred) in einer Karnevalskneipe und eine Liebeserklärung an den Nubbel (Strohpuppe im Kölner Karneval) auf die Melodie des Hits Chasing Cars von Snow Patrol. Selda Selbach singt eine orientalische Version des Karnevalshits „Su lang die Leechter noch brenne“ der Band Miljö.Und zum Schluss führt das Ensemble eine rasante Musical-Nummer zum Song „The Time Warp“ aus dem Film „The Rocky Horror Picture Show“ auf.

Das Credo der Schlussnummer: „Ein buntes Kölle ist schön.“ Und damit bleibt die Immisitzung auch in ihrem zehnten Jahr ihrem Motto treu: Jede Jeck is von woanders.

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Für einige der 23 Termine der Immisitzung 2019 gibt es noch Karten auf www.immisitzung.de. Ticketpreise: 15 bis 33 Euro.

 

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